Weih­nachts­geld spielt bei der Mit­ar­bei­ter­bin­dung in Apo­the­ken eine wich­ti­ge Rolle

28.11.2019 | Zahl der Woche

Maß­nah­men zur Mit­ar­bei­ter­bin­dung. Das zei­gen die Ergeb­nis­se der apo­scope-Umfra­ge für die „Zahl der Woche“ vom 26. Novem­ber 2019. Zudem gibt es laut den ins­ge­samt 215 befrag­ten Apotheker:innen und PTA gene­rell kaum Apo­the­ken, die nichts unter­neh­men, um das Per­so­nal an einem Wech­sel zu hindern.

99 % der Befrag­ten in der apo­scope-Stu­die gaben an, dass Maß­nah­men wie Tea­me­vents, Fort­bil­dun­gen und fle­xi­ble Arbeits­zei­ten in der Apo­the­ke zur Mit­ar­bei­ter­bin­dung genutzt wer­den. Dabei sind es vor allem finan­zi­el­le Anrei­ze, die her­aus­ste­chen: Neben den bei­na­he schon obli­ga­to­ri­schen Mit­ar­bei­ter­ra­bat­ten (82 %) die­nen Weih­nachts­geld (76 %), eine über­ta­rif­li­che Bezah­lung (61 %) sowie kos­ten­lo­se Geträn­ke (55 %) als belieb­te Maß­nah­men, um Mit­ar­bei­ter an die Offi­zin zu binden.

Die Mit­ar­bei­ter­bin­dung hat in den Augen des gesam­ten Apo­the­ken­per­so­nals für ver­schie­de­ne Aspek­te eine gro­ße Bedeu­tung. Dem­nach betrach­tet die gro­ße Mehr­heit aller 215 Umfrageteilnehmer:innen die Mit­ar­bei­ter­bin­dung als wich­tig oder sehr wich­tig für rei­bungs­lo­se Abläu­fe in der Offi­zin (94 %), zur Team­bil­dung (94 %) sowie für das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein (90 %). Auch bei den Apothekeninhaber:innen genießt das The­ma Mit­ar­bei­ter­bin­dung einen hohen Stel­len­wert. Für drei Vier­tel der 51 befrag­ten Inhaber:innen ist dies ein wich­ti­ger Bestand­teil im Manage­ment ihrer Apotheke.

Ins­ge­samt ist die Wech­sel­be­reit­schaft beim Apo­the­ken­per­so­nal nicht sehr stark aus­ge­prägt. So gab mehr als die Hälf­te der 146 teil­neh­men­den ange­stell­ten Apotheker:innen und PTA an, die Offi­zin in den letz­ten fünf Jah­ren nicht gewech­selt zu haben. Rund ein Drit­tel der Befrag­ten wech­sel­te dage­gen ein- bis zwei­mal die Apo­the­ke. Die häu­figs­ten Beweg­grün­de für einen Wech­sel sind laut dem Apo­the­ken­per­so­nal eine unbe­frie­di­gen­de Wür­di­gung der Arbeits­leis­tung sowie Unzu­frie­den­heit mit dem Vor­ge­setz­ten (jeweils 41 %).

Die Ergeb­nis­se zur „Zahl der Woche“ wur­den mit 215 Panelis­ten, dar­un­ter 134 veri­fi­zier­te Apotheker:innen und 81 PTA, am 26. Novem­ber 2019 erhoben.