Rücken­schmer­zen sind häu­figs­tes Bera­tungs­the­ma bei Män­nern in der Apotheke

20.11.2019 | Zahl der Woche

Ber­lin – Küm­mern sich Män­ner eher um ihre Gesund­heit, wenn eine Erkran­kung oder aku­te Beschwer­den vor­lie­gen? Dies lässt sich zumin­dest bei einem Blick auf die Ergeb­nis­se der apo­scope-Umfra­ge für die „Zahl der Woche“ ver­mu­ten. So kom­men Män­ner laut 85 % der befrag­ten Apotheker:innen und PTA vor allem in aku­ten Fäl­len in die Apo­the­ke und las­sen sich dann häu­fig zur Indi­ka­ti­on „Rücken­schmer­zen“ bera­ten. Das The­ma „Män­ner­ge­sund­heit“ spielt in vie­len Apo­the­ken gene­rell eine wich­ti­ge Rol­le, wie mehr als ein Drit­tel des Apo­the­ken­per­so­nals angab.

Anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Män­ner­tags wid­me­te sich die apo­scope-Umfra­ge in die­ser Woche ganz der Gesund­heit von Män­nern und deren Stel­len­wert in der Apo­the­ke. Dabei zeigt sich, dass das The­ma „Män­ner­ge­sund­heit“ für 60 % der Umfrageteilnehmer:innen in der Offi­zin eine eher gerin­ge bis sehr gerin­ge Bedeu­tung hat. Für 38 % der Befrag­ten genießt das The­ma jedoch eine eher hohe bis sehr hohe Bedeutung.

Vor allem Rücken­schmer­zen sind dabei ein wich­ti­ges The­ma. Denn zu die­sem Gesund­heits­be­reich las­sen sich Män­ner in der Offi­zin am häu­figs­ten bera­ten, wie zwei Drit­tel (67 %) der Befrag­ten angab. Aber auch die Indi­ka­tio­nen „Pro­statabe­schwer­den“ (59 %), Haar­aus­fall (53 %) und „Sexu­el­le Schwä­che“ bezie­hungs­wei­se „Erek­ti­le Dys­funk­ti­on“ (52 %) sind häu­fi­ge Bera­tungs­the­men. Laut der Hälf­te der Apotheker:innen und PTA fra­gen Män­ner außer­dem zum The­ma Kopf­schmer­zen nach ihrem Rat.

Suchen männ­li­che Pati­en­ten eine Apo­the­ke auf, han­delt es sich meis­tens um aku­te Beschwer­den. Denn dem Apo­the­ken­per­so­nal zufol­ge kom­men Män­ner nur sel­ten zur Prä­ven­ti­on in die Offi­zin (2 %). Immer­hin 13 % der Apothekenmitarbeiter:innen gaben jedoch an, dass Män­ner glei­cher­ma­ßen zur Prä­ven­ti­on sowie im Akut­fall in die Apo­the­ke gehen.

Pflanz­li­che Arz­nei­mit­tel und Homöo­pa­thi­ka spie­len dabei offen­bar eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Nur 16 % der Teilnehmer:innen gaben an, dass Män­ner der­ar­ti­ge Medi­ka­men­te nach­fra­gen. Laut der gro­ßen Mehr­heit der Apo­the­ken­teams (84 %) ver­lan­gen Män­ner eher che­mi­sche Arzneimittel.

Die Ergeb­nis­se zur „Zahl der Woche“ wur­den mit 207 Panelis­ten, dar­un­ter 102 veri­fi­zier­te Apotheker:innen und 105 PTA, am 19. Novem­ber 2019 erhoben.