E‑Rezept Rea­di­ness Index (ERI) / Apo­the­ken top vor­be­rei­tet aufs E‑Rezept / Aber: Inhaber:innen rech­nen mit mas­si­ven Pro­ble­men bei der Einführung

15.07.2021 | News

Ber­lin – Das E‑Rezept star­te­te am 1. Juli 2021 ohne ech­te Ver­ord­nun­gen, son­dern mit Tech­nik­tests, mit nur einer Apo­the­ke, einem Arzt und einem Ver­si­cher­ten. Trotz anhal­ten­der Pro­ble­me soll die ver­pflich­ten­de Ein­füh­rung des E‑Rezeptes nach wie vor am 1. Janu­ar 2022 erfol­gen. Die deut­li­che Mehr­heit der Apothekeninhaber:innen rech­net dabei wei­ter­hin mit mas­si­ven Pro­ble­men, wie der E‑Rezept Rea­di­ness Index (ERI) von apo­scope powe­red by NOVENTI auf­deckt. Die gute Nach­richt: Die Apo­the­ken sind immer bes­ser vor­be­rei­tet. Der ERI erreicht mit 86 von 100 mög­li­chen Punk­ten ein Allzeithoch.

Zwei Drit­tel (67 %) der befrag­ten Apothekeninhaber:innen füh­len sich gut oder eher gut auf das E‑Rezept vor­be­rei­tet, was nicht zuletzt dar­an liegt, dass mitt­ler­wei­le ein zuneh­mend hoher Anteil an Vor-Ort-Apo­the­ken an das Netz­werk der Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur TI ange­bun­den ist (89 %). Die der­zei­ti­ge Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur TI 1.0 soll nach Anga­ben der Gema­tik bis zum Jahr 2025 von der soge­nann­ten Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur TI 2.0 schritt­wei­se abge­löst wer­den. Über die­se Ent­wick­lung haben sich zwei Drit­tel der befrag­ten Apothekeninhaber:innen (67 %) bereits informiert.

Die Unter­stüt­zung von Orga­ni­sa­tio­nen wie Kam­mern, Ver­bän­den und Co. sieht der Groß­teil der Apothekeninhaber:innen kri­tisch. Nur knapp jede:r Drit­te (30 %) fühlt sich von der zustän­di­gen Apo­the­ker­kam­mer oder dem ent­spre­chen­den Ver­band gut unter­stützt. Zudem ist die Mehr­heit der Befrag­ten nicht zufrie­den mit der Arbeit des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums (86 %), der ABDA (74 %) sowie der Gema­tik (69 %) im Hin­blick auf die Ein­füh­rung des E‑Rezepts. Mehr als acht von zehn Befrag­ten (85 %) glau­ben außer­dem, dass die Ein­füh­rung der digi­ta­len Ver­ord­nun­gen das Ster­ben der Vor-Ort-Apo­the­ken beschleu­ni­gen wird. Den­noch haben die Apo­the­ken selbst schon zahl­rei­che Vor­be­rei­tungs­maß­nah­men ergrif­fen, dar­un­ter die Beschaf­fung eines elek­tro­ni­schen Heil­be­rufs­aus­wei­ses sowie einer Insti­tu­ti­ons­kar­te (jeweils 95 %) zur Iden­ti­fi­zie­rung von Apo­the­ke und Apotheker:in. Nach­hol­be­darf besteht aller­dings in Sachen Kun­den­in­for­ma­ti­on. Nur jedes drit­te Team hat die Kund­schaft bereits über die Ein­füh­rung des E‑Rezeptes informiert.

Ins­ge­samt liegt der E‑Rezept Rea­di­ness Index im Juni bei 86 von 100 mög­li­chen Punk­ten und erreicht somit ein neu­es All­zeit­hoch. Der Index spie­gelt den Grad der Vor­be­rei­tung von deut­schen Vor-Ort-Apo­the­ken auf die Ein­füh­rung des E‑Rezepts wider. Die Berech­nung erfolgt auf Basis der von Apothekeninhaber:innen getrof­fe­nen Vor­be­rei­tungs­maß­nah­men. Dafür befragt apo­scope seit Febru­ar 2020 regel­mä­ßig min­des­tens 100 Apothekeninhaber:innen mit­hil­fe eines Online-Fra­ge­bo­gens. Der Index berech­net sich auf Grund­la­ge der bereits getrof­fe­nen Maß­nah­men. Für die aktu­el­le Stu­die wur­den vom 8. bis 12. Juli 2021 ins­ge­samt 100 veri­fi­zier­te Apothekeninhaber:innen befragt.

Über die wich­tigs­ten Neue­run­gen rund um das E‑Rezept infor­miert das neue E‑Rezept Res­sort von APOTHEKE ADHOC. Jetzt direkt reinschauen!